stettler  kunstglaserei & glasmalerei gmbh

bern

Romanik (10. bis 12. Jahrhundert)

 

Zeitbild

Die Zeit der Romanik schliesst  an den Zerfall des Römischen Reiches und die darauf folgende, chaotische Zeit der Völkerwanderung an.

Unsere Region wird von einem Netz von Klöstern überzogen. Verkehr und Handel sind fast nicht mehr vorhanden.

Es wird praktisch nur Landwirtschaft betrieben. Kirchlicher und weltlicher Adel teilen sich die Macht. Sie gründen ihren Reichtum auf die Ausbeutung von Leibeigenen.

Es gibt einzig Klosterschulen. Die Kirche hat somit ein eigentliches Bildungsmonopol.

Zu Beginn des 12. Jahrhunderts findet in ganz Europa ein allgemeiner Aufbruch zu neuen Lebens- und Bewusstseinsformen statt. Das 12. Jahrhundert ist das Jahrhundert der Städtegründungen und die Zeit des Wiedererstehens des Handels und Verkehrs.

 

Architektur

Dieser Baustil verdankt seinen Namen den Rundbogen, Säulen und Gewölben, welche der römischen Architektur nachempfunden sind.

Die romanische Baukunst brachte imposante Bauten hervor, deren Grundriss auf den der römischen Markthalle (Basilika) zurückgeht.

Sie gleichen eher Festungen als Kirchen oder Klöstern. Es waren "Gottesburgen" mit dicken Mauern, mächtigen Säulen und kleinen Rundbogenfenstern.

Die Wände waren meistens mit biblischen Szenen und Heiligenlegenden bemalt. Auch die Fenster waren mit solchen Darstellungen oder mit geometrischen Ornamentverglasungen geschmückt.

 

Die romanische Glasmalerei

Die Fenster sind kleine, in dicke Mauern eingelassene Öffnungen. Um möglichst viel Licht in den Kirchenraum einfallen zu lassen, sind die Glasbilder in hellen Farben ausgeführt.

Die figürlichen Darstellungen sind mit breiten Bordüren, die oft ein pflanzliches Muster aufweisen, umgeben.

Zum Teil werden mehrere Randstreifen aneinandergereiht.

 

Vier Merkmale romanischer Glasmalerei:

• Es ist kaum räumliche Darstellung zu erkennen.

• Die Darstellung der Gesichter entspricht einem Schema, das ohne nennenswerte Varianten immer wieder angewendet wird - egal ob es sich um den kleinen Jesusknaben oder dessen Mutter Maria handelt.

• Die Konturbemalung der Gewänder folgt nicht unbedingt den darunter liegenden Körperformen. Sie wird ornamental vereinfacht.

• Die Ausführung der Bemalung erweist sich bei näherem Betrachten als sehr sorgfältig. Sie wurde zum Teil durch Auskratzen nachbearbeitet.

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Flumser Madonna, um 1200

Landesmuseum Zürich